Krankheit der Frauen? Das Karpaltunnelsyndrom

Das erste Warnzeichen ist ein Kribbeln, so als ob Ameisen die Finger entlanglaufen. Viele Betroffene wachen sogar nachts davon auf. Fachleute schätzen, dass etwa drei von 100 Bundesbürgern an einem Karpaltunnelsyndrom leiden. Schmerzen verursacht der Medianusnerv, dem es im sogenannten Karpaltunnel, einem schmalen Raum zwischen den Handwurzelknochen, zu eng wird. Die meisten Betroffenen sind zwischen 40 und 70 Jahre alt, Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Helfen kann eine nächtliche Ruhigstellung auf einer Lagerungsschiene, die eine Beugung des Handgelenkes und somit eine zusätzliche Druckerhöhung im Karpalkanal verhindert. Auch eine Kortisonspritze in den Karpalkanal kann eine reaktive Verdickung des Sehnengleitgewebes zum Rückgang bringen. Doch etwa jeder fünfte Patient mit einem zu engen Karpaltunnel im Handgelenk muss sich operieren lassen. Welche OP-Methode sich je Fall eignet, weiß Dr. Meinhard Balensiefen im OZMO – der Orthopäde hat sich auf die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms spezialisiert.

Die TZ München hat Dr. Balensiefen aktuell am 19. Mai 2015 dazu interviewt. Lesen Sie das Interview hier in voller Länge.