Knorpel minimalinvasiv ersetzen - Dr. Peter Diehl in "ORTHOpress"

Ein neues, minimalinvasives Verfahren kann zur Heilung von Gelenkknorpeldefekten beitragen und somit einer Arthrose vorbeugen. Die sogenannte „Autologen Chrondrozyten-Transplantation“ wird von Dr. Peter Diehl im Rahmen einer Multicenterstudie bereits erfolgreich eingesetzt:

„Während einer Gelenkspiegelung wird dem Patienten ein kleines Stück Knorpel entnommen. Dieser Eigenknorpel dient dann zur Gewinnung von hochwertigen Knorpelzellen im Labor. Die hoch spezialisierten Zellkulturlabore züchten die Knorpelzellen im Reagenzglas an und fassen sie nach ca. sechs Wochen zu dreidimensionalen Kügelchen (Sphäroide) zusammen. Ein einzelnes Sphäroid hat einen ungefähren Durchmesser von einem Millimeter und besteht aus ca. 200.000 einzelnen Knorpelzellen.

Werden die Sphäroide in das speziell vorbereitete Defektlager eingebracht, haften sie an den Knochen über Verbindungsmoleküle an. Sie beginnen dann mit dem Knorpelaufbau. Nach sechs bis zwölf Wochen ist eine voll belastbare Gelenkoberfläche entstanden, da der Defekt komplett bis zur Oberfläche hin zugewachsen und ausgeheilt ist. Die volle Sportfähigkeit ist nach ca. einem Jahr wiederhergestellt.“

Damit ist dieses schonende Verfahren besonders für jüngere Patienten eine gute Option, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Orthopress

Weitere Informationen zur Studie und dem innovativen ACT-Verfahren finden Sie im beigefügten Artikel „Knorpel minimalinvasiv ersetzen“ aus ORTHOpress 4/2012. Gerne beantwortet Dr. Peter Diehl im Orthopädiezentrum München-Ost auch persönlich Ihre Fragen.