Arthroskopische Knorpelzelltransplantation (ACT)

Bei dieser neuen innovativen, regenerativen Knorpeltherapie wird im Rahmen einer Gelenkspiegelung ein kleines Stück Eigenknorpel des Patienten entnommen. Anschließend werden die daraus gewonnenen Knorpelzellen in hoch spezialisierten Zellkulturlaboren im Reagenzglas angezüchtet. Die in Bestandteilen des Eigenblutes des Patienten vermehrten Knorpelzellen werden dann nach vier bis sechs Wochen zu dreidimensionalen Kügelchen (Sphäroide) zusammengefasst und arthoskopisch – also ohne die Notwendigkeit eines großen „offenen“ Eingriffs – in das verletzte Gelenk eingebracht. Bereits nach nur acht bis zwölf Wochen ist der Defekt komplett bis zur Oberfläche zugewachsen und ausgeheilt, sodass eine belastbare, in vollem Umfang wieder hergestellte Gelenkoberfläche entstanden ist.

Besonders jüngere Patienten wissen es zu schätzen, dass sie nicht auf Belastungsgrenzen einer Endoprothese Rücksicht nehmen müssen oder das Damoklesschwert erneuter Operationen über ihnen hängt.

Bilder 1 bis 3: In einer ersten Kniegelenksspiegelung werden Knorpelzellen entnommen und bei der Firma co.don AG angezüchtet.

Bild 4 und 5: Ca. 6 Wochen später werden diese in einer zweiten Spiegelung in den Knorpeldefekt gefüllt.

Bild 6 und 7: Mit Knorpelzellkonglomeraten gefüllter ehemaliger Knorpelschaden. Die Zellen vermehren sich und wachsen in ca. 3 Monaten ein. So wird der Defekt geheilt.

Artikel: Minimalinvasiver Knorpelersatz (PDF),
Artikel: Knorpel-Zelltransplantation (PDF)

Video: Körpereigene Knorpelzelltransplantation