Bandscheibenvorfall

Beim Bandscheibenvorfall (lat. Prolapsus nuclei pulposi, Discusprolaps) treten Teile der Wirbelsäule in den Spinalnerven- oder Rückenmarkskanal vor. Der Anulus fibrosus und das hintere Längsband reißt ganz durch, anders als bei der Bandscheibenprotusion, der Vorwölbung.

Bandscheibenvorfall

Am meisten betroffene Wirbel liegen im Lendenwirbelbereich, seltener betroffen sind Hals- und Brustwirbel. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 40 Jahren.

Halswirbelsäule:

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Lendenwirbelsäule:

Bandscheibenvorfälle im Bereich der LWS können Nervenwurzeln einklemmen und als Folge Schmerzen im Gesäß und Bein, Gefühlsstörungen oder Lähmungen verursachen. Bei sehr großen Bandscheibenvorfällen oder ungünstigen Positionen kann es sogar zu Blasen- oder Darmentleerungstörungen kommen. Je nach Symptomatik und Lokalisation des Bandscheibenvorfalls kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht: mikrochirurgische Operationen, Bandscheibenersatzoperationen und invasive Schmerztherapie.

Brustwirbelsäule:

Bandscheibenvorfälle an der Brustwirbelsäule sind sehr selten. Es kommt zu Schmerzen entlang der Rippe. Lähmungen sind nicht zu erwarten.

Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule sind in der Regel durch muskuläre oder Gelenkprobleme verursacht.

Symptome eines Bandscheibenvorfalls:

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