Knie OP – interessante Fakten rund um das Thema Knieoperation

Das Kniegelenk ist das größte im gesamten menschlichen Körper, was es auch gleichzeitig anfällig für erhebliche Belastungen und Verletzungen werden lässt. Knieschmerzen zählen, ähnliche wie Rückenschmerzen, zu einem Volksleiden und können verschiedene Ursachen haben.

Das Knie stellt die Verbindung zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen dar. Es kann auch als Scharniergelenk bezeichnet werden, da es in der Lage ist, sich zu strecken und zu beugen. Gleichzeitig ist es ein Drehwinkelgelenk, das ebenfalls unsere Unterschenkel sehr beweglich und flexibel werden lässt. Das Kniegelenk ist in drei verschiedene Bereiche gegliedert und besteht aus: Kniescheibe, Schienbeinkopf und Oberschenkelrollen.

Ob Meniskusriss oder Kniearthrose, es gibt verschiedene Erkrankungen, welche eine Knie OP notwendig machen können. In unserem Zentrum für Orthopädie in München Ost werden Sie individuell beraten und behandelt.

Knieoperation – welche Erkrankungen oder Schäden können im Kniebereich auftreten?

Unser Kniegelenk ist täglich erheblichen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählen beispielsweise das Steigen von Treppen, Joggen oder diverse andere Sportarten. Verletzungen können zu erheblichen Schäden am Knie führen und auch der altersbedingte Verschleiß kann seine Spuren hinterlassen. Im Folgenden einige typische Krankheiten und Verletzungen:

Meniskusriss: Eine Läsion des Meniskus kann durch einen Unfall oder natürliche Alterungsprozesse bedingt sein. Der Meniskus kann im Prinzip auch als Zwischenkniegelenk bezeichnet werden und dient zum Ausgleich der Formunterschiede und als Stoßdämpfer. Im Rahmen einer Meniskus OP kann der Riss wieder genäht, beziehungsweise schädigende Partien, die einklemmen, werden entfernt.

Kreuzbandriss: Dies ist eine der häufigsten Verletzungen im Bereich des Knies, wobei das Kreuzband komplett gerissen oder nur teilweise geschädigt sein kann. Eine Kreuzbandriss OP sollte möglichst früh durchgeführt werden, um schwere Folgeschäden zu vermeiden.

Arthrose: Die sogenannte Gonarthrose wird durch den Abbau des Knorpels im Bereich des Kniegelenks bedingt. Durch den dadurch entstehenden Abrieb des Knorpels treten im Laufe der Zeit heftige Schmerzen auf. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kniearthrose zu behandeln, wie etwa TEP, Knorpeltransplantation und Knieprothese. Sie laufen quasi wie auf Felgen.

Knieoperation – wie sieht die Vorbereitung aus?

Die Entscheidung zu einer Knieoperation wird nicht von jetzt auf gleich getroffen, sondern bedarf einer umfassenden, gründlichen Vorbereitung. Die Anamnese spielt dabei eine wichtige Rolle und bildet den ersten Schritt vor einer Knie OP. In diesem Rahmen wird auch die Beweglichkeit des Knies getestet und es wird nach eventuell bestehenden oder früheren Erkrankungen gefragt.

Ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Vorbereitung von Knie Operationen ist die Diagnostik mittels bildgebender Verfahren. Es werden aktuelle Röntgenbilder und ein MRT angefertigt, welche eine genaue Diagnose erlauben. Sollte eine Knie OP unumgänglich sein, folgen weitere Untersuchungen, wie etwa:

  • Blutuntersuchung
  • Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustandes

Vor einer Knieoperation können Sie sich auch zuhause auf die Zeit danach vorbereiten. Überprüfen Sie beispielsweise, ob es Stolperfallen in Ihrer Wohnung oder Haus gibt. Nach der Operation werden Sie in der Anfangszeit auf Gehhilfen angewiesen sein, welche auf einem ebenmäßigen Untergrund besser benutzt werden können.

Auf den Genuss von Nikotin oder Alkohol sollten Sie mindestens 1 bis Wochen nach der Knieoperation verzichten. Ob bei einer Implantation, Meniskusoperationen oder einer Endoprothetik, Tabak und Alkohol können den Heilungsverlauf negativ beeinflussen. Weitere Hinweise zu den vorbereitenden Maßnahmen vor einer Knie OP erhalten Sie durch unsere Ärzte.

Konventionelle Knie OP – wie sieht der Ablauf aus?

Da die konventionelle Knie OP meist in Vollnarkose durchgeführt wird, ist danach noch eine Ruhephase im Aufwachraum notwendig. Unter sorgfältiger Beobachtung durch Pflegepersonal und Ärzte wachen Sie aus Ihrer Narkose auf. Sollte nach der Knieoperation noch ein stationärer Aufenthalt angebracht sein, werden Sie auf Ihr Stationszimmer gebracht.

Knie OP minimal invasiv – wie läuft diese ab?

Nach eingehender Vorbesprechung, in welcher auch die Narkoseart besprochen wurde, erfolgt die Durchführung der minimal-invasiven Knieoperation. Über zwei kleine Schnitte im Bereich des Knies werden Kamera- und OP-Geräte eingeführt. Der Hergang der Knie OP kann über einen separaten Monitor verfolgt werden. Danach werden die beiden kleinen Schnitte vernäht und Sie können die Klinik nach einer kleinen Ruhezeit wieder verlassen. Vorteil dieser OP-Methode ist, dass keine großflächige Öffnung des Kniegelenks notwendig ist und dass sie meist ambulant durchgeführt werden kann.

Welche Komplikationen und Risiken sind mit einer Knieoperation verbunden?

Ob Implantation eines künstlichen Kniegelenks oder Kreuzbandriss-OP , jede Operation ist mit gewissen Risiken verbunden. Allgemeine Komplikationen bei einer Knie OP können beispielsweise Thrombosen, Verletzungen von Nerven oder auch Entzündungen im Operationsbereich sein. Je nach Art der Narkose, kann es beispielsweise bei einer Vollnarkose zu Erbrechen oder Schwindel nach dem Aufwachen kommen.

Ein künstliches Knie kann sich unter Umständen lockern, etwa nach einem Stoß oder einem Sturz. Gerade in der Anfangszeit kann es nach einer Knie TEP zu Verwachsungen am künstlichen Gelenk kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihr Knie regelmäßig bewegen. Meist kommt eine CPM-Schiene bei der Nachbehandlung zum Einsatz. Mit Hilfe dieser motorisierten Therapieschiene können passiv durchgeführte Bewegungen des Knies gemacht werden.

Schwellungen und Blutergüsse gehören zu den weiteren Risiken nach einer Knie OP. Sie können den Heilungsprozess durch regelmäßige Kühlungen unterstützen. Auch spezielle physiotherapeutische Übungen können dabei helfen. Gerne geben wir Ihnen noch weitere Informationen über die Risiken einer Knieoperation.

Knie OP - Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Eine umfassende Nachbehandlung und die Wahrnehmung der Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um den Erfolg einer Knie OP garantieren zu können. Auch eine Reha kann nach bestimmten Knieoperationen sinnvoll erscheinen, etwa nach der Implantation einer Knieprothese.

Am Anfang dürfen Sie Ihr Knie noch nicht voll belasten und müssen sich beim Gehen auf Krücken stützen. Meist ist eine Teilbelastung möglich, die bei einer Knie OP rund 20 kg beträgt. Auch das Tragen von Lagerungsschienen oder funktionellen Hilfsmitteln kann nach einer Knieoperation notwendig sein.

Einige Tipps für die Zeit nach einer Knie OP

Gönnen Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Ruhe, um die Operation zu verarbeiten. Wichtig ist aber dennoch eine mäßige Bewegung, zumindest bei einer Endoprothetik. Weitere Tipps:

  • auf das passende Schuhwerk achten
  • Treppen mit Bedacht gehen
  • öfters die Beine hochlegen, um erneute Schwellungen der Beine zu vermeiden