Schultersteife (Frozen Shoulder)

Man unterscheidet zwei Formen der Schultersteife (Frozen Shoulder):

  • die primäre Form
  • die sekundäre Form.

Die primäre Schultersteife beginnt mit einer unspezifischen Entzündung der Gelenkschleimhaut, die unter anderem durch hormonelle Störungen, Blutzucker- oder Fettstoffwechselstörungen ausgelöst sein kann. Im Vordergrund stehen Schulterschmerzen, die zu zunehmender Schonung des betroffenen Armes führen. In Kombination mit der Entzündung kommt es zu einer hochgradigen Kapselschrumpfung, welche die Beweglichkeit des Schultergelenkes weiter einschränkt.

Die sekundäre Schultersteife kann als Folge einer längeren Gelenkruhigstellung, einer Operation, einer Entzündung oder einer Verletzung auftreten. Sie führt ebenfalls zur Reduktion der Gelenkbeweglichkeit durch Schrumpfung der Gelenkkapsel.

Behandlung der Schultersteife

Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der schmerzfreien vollständigen Beweglichkeit des Schultergelenkes.

Zunächst erfolgt die medikamentöse Behandlung mittels „Kortison-Stufenschema“ über ca. 3 Wochen (40 mg-30 mg-20 mg- 10 mg-5 mg Prednisolon jeweils 5 Tage). Zusätzlich muss intensiv passive Physiotherapie im schmerzfreien Bereich durchgeführt werden. Lässt sich das Ziel der Behandlung nicht mit konservativen Maßnahmen erreichen, kann die geschrumpfte Gelenkkapsel arthroskopisch mit den entsprechenden Vernarbungen gelöst werden.