Stoßwellentherapie

Bei der Stoßwellentherapie, auch extra-korporale Stoßwellentherapie (ESWT) genannt, handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren, welches auf der Applikation hochfrequenter fokussierter Schallwellen beruht. Seit den 1970er Jahren wird es zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt. Seit 1988 hat dieses Verfahren Einzug in die Orthopädie gehalten. Mit den verschiedenen Formen der extrakorporalen Stoßwellentherapie (radiär, fokussiert) lassen sich heute überzeugende Erfolge bei der Behandlung vieler Krankheitsbilder des Bewegungsapparates erzielen. Bei der Stoßwellentherapie wird mit Hilfe eines speziellen Gerätes Energie in krankhaft verändertes Sehnengewebe geleitet, was vor allem bei Erkrankungen wie

zu deutlicher Beschwerdebesserung und Regeneration von chronisch entzündetem Sehnengewebe führt.

Stoßwellentherapie Schulter

Trotz der nachgewiesenen Therapieerfolge, auch im Rahmen der Betreuung unserer Leistungssportler, wird die etwa 20-minütige ambulante Behandlung meist nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern muss vom Patienten selbst getragen werden (IGeL).

Die Behandlung besteht in der Regel aus drei hintereinander folgenden Anwendungen.

Chronische Entzündungen von Sehnengewebe, eine häufige Folge von Überlastungen, gehen mit degenerativen Veränderungen des Sehnengewebes einher. Besonders hier zeigt sich, dass das entzündete Gewebe auf die Stoßwelle sehr positiv reagiert. PD Dr. Diehl hat auf diesem Gebiet klinische und experimentelle Studien durchgeführt und international veröffentlicht. Im Bereich der Kalkschulter und des Fersensporns liegt die Erfolgsquote dieser nebenwirkungsfreien Methode bei ca. 80%.

Fachartikel von PD Dr. Peter Diehl:
"ESWT for chronic painful heel syndrome"

Fachartikel in "Der Orthopäde" 08/2011:
"Die Kalkschulter – Tendinosis calcarea"
Autoren: Dres. P.Diehl, L.Gerdesmeyer, H.Gollwitzer, W.Sauer, T.Tischler

Beispiel Behandlung Stoßwellentherapie bei Pseudoarthrosen (nicht oder verzögert heilende Knochenbrüche)

Linkes Bild: Elf Monate nach operativer Versorgung unvollständig verheilte Unterschenkelfraktur.
Rechtes Bild: Deutlich beschleunigte Heilung nach dreimaliger Stoßwellentherapie.