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Impingement – Syndrom der Schulter

Subacromial-Syndrom

Wenn das Heben der Arme oder verschiedene Bewegungen und Belastungen der Schulter mit Schmerzen einhergehen, kann die Ursache ein Impingement-Syndrom der Schulter sein. Auch Fehlbelastungen, monotone Bewegungsabläufe oder Fehlhaltungen können dazu führen, dass sich markante Schmerzen in der Schulter ausbreiten. Das Impingement Syndrom der Schulter ist das mit Abstand häufigste Beschwerdebild der Schulter.

Bei einem Impingement – Syndrom handelt es sich nicht um eine Erkrankung im klassischen Sinn, sondern es ist ein Symptom, das eine Vielzahl von Ursachen haben kann. Die Problematik liegt in der Einklemmung von Gewebe im Gelenkspalt der Schulter, welche die Beweglichkeit einschränken und mit Schmerzen einhergehen. Sportler mit Überkopf- und Wurfsportarten haben ebenso wie wie einige Berufsgruppen, z.B. Maler und Lackierer oder Friseure, ein höheres Risiko, ein Impingement-Syndrom zu entwickeln.

Was ist eine Impingement – Syndrom?

Anatomisch ist der Platz unter dem Schulterdach sehr begrenzt. Der sogenannte Subakromialraum liegt dabei zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf. Zwischen vier manschettenartig angeordneten Muskeln, die das Schultergelenk umgeben (Rotatorenmanschette) verbinden die dazugehörigen Sehnen die einzelnen Muskeln mit dem Knochen. Geschützt werden die sich hier bewegenden Sehnen durch den Schleimbeutel (Bursa subacromialis), der Reibungen am Schulterdach verhindert. Wird aufgrund einer Schwellung, einer Verletzung, einer Gewebeveränderung oder durch Ablagerungen der naturgemäß bereits geringe Platz im Subakromialraum zusätzlich verengt, kommt es zu einem Engpass, in dem die Sehnen nicht mehr gleiten können.

Es entsteht ein ständiges Quetschen und Reiben des Schleimbeutels oder der darunter liegenden Sehnen. Diese meist lang anhaltende Überreizung des Gewebes führt zu Entzündungen, die ohne umfassende Behandlung schwerwiegende Folgen haben können. Dieser Umstand wird als Impingement, Impingement-Syndrom oder Impingement-Schulter-Syndrom bezeichnet. Bleibt das Impingement unbehandelt, verstärkt sich die Symptomatik mit Schmerzen und kann im schlimmsten Fall chronisch werden, was eine dauerhafte Schädigung der Schultersituation und insbesondere der Rotatorenmanschette mit sich bringt.

Ursachen von Impingement der Schulter

Unterschieden werden das primäre „Outlet-Impingement-Syndrom“ und das sekundäre „Non-Outlet-Impingement-Syndrom“. Während erste Variante durch knöcherne Veränderungen die Verengung hervorruft, beruht die zweite auf nicht-knöchernen Aspekten, wie Entzündungen des Schleimbeutels, Sehnen- und Muskelschäden. Entzündungen gehen in der Regel mit Schwellungen im Gewebe einher, welche die Verengung im Schulterraum zusätzlich verstärken. Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind dabei typisch.

In fortgeschrittenen Stadien kann es zu Schädigung der Rotatorenmanschette kommen. Dabei handelt es sich um Probleme an den vier Sehnen, die das Schultergelenk führen und grob gesagt den Oberarmkopf in der Pfanne halten. Kommt es zu einem Sehnenriss, gerät das System noch mehr aus dem Gleichgewicht. Es entstehen selbstverstärkenden Verschlechterung des Impingements. Auch muskuläre Dysbalancen kann ein Impingement hervorrufen, beispielsweise wenn die Muskeln und Sehnen zu Schwach sind den Gelenkkopf in der Pfanne zu führen.