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Schulterluxation

Schulterverrenkungen optimal behandeln

Mitunter kommt es bei einem Unfall, einem Sturz oder einer anderen Verletzung der Schulter nicht zu einem Bruch, sondern zu einem spontanen Verrutschen des Oberarmkopfes aus der Gelenkpfanne. Dieses Verrutschen ist nicht nur äußerst schmerzhaft und mit Einschränkungen der Beweglichkeit behaftet, sondern birgt auch eine große Gefahr für weiterführende Verletzungen. Bei der Schulterverrenkung gilt es als erstes, die dringende Reposition des Oberarmkopfes durch einen Facharzt in der Notaufnahme oder bei einem Spezialisten vornehmen zu lassen.

Die schnelle Untersuchung gibt Aufschluss darüber, ob im Rahmen der sogenannten Schulterluxation weiterführende Schäden an den Sehnen, Bändern oder dem Gelenkknorpel entstanden sind. Die zügige Behandlung wiederum vermindert das Risiko für langfristige oder dauerhafte Schäden an der Schulter.

Was ist eine Schulterluxation?

Schulterverletzungen unterscheidet man vor allem nach der Art des Unfallherganges. Bei dem direkten Anpralltrauma auf die Schulter kommt es häufig zu einer Verletzung des Schultereckgelenkes. Dabei kommt es zu einem Hochstand des Schlüsselbeines, das auch als Klaviertastenphänomen bekannt. Die Verletzungen sind sehr schmerzhaft und werden in mehrere Stadien unterteilt. Sie können auch bei älteren Patienten oft gut konservativ behandelt werden.

Erfolgt ein Sturz jedoch auf den ausgestreckten Arm bzw. beim Abfangen des Körpers über den Arm, kommt es aufgrund der Hebelwirkung oftmals zu Schulterverrenkungen. Es entsteht ein Auskugeln des Schultergelenkkopfes, der jedoch je nach Situation nicht alleine in die richtige Position findet. Die medizinische Bezeichnung für die Ausrenkung des Oberarmkopfes aus der Gelenkpfanne wird Schulterluxation genannt.

Die Schulterluxation erkennt man daran, dass die Schulter ab diesem Zeitpunkt oftmals absolut schmerzhaft und immobil ist. Teilweise kommt es zu einem „Kribbeln“ im Arm oder Taubheitsgefühlen, wenn die Nervenbahnen beschädigt oder gar gerissen sind. Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt und kann nur unter Schmerzen minimal erfolgen. Die Schulter muss dann in der Notaufnahme, unter entsprechender Schmerztherapie reponiert werden, was bedeutet, dass der verrutschte Teil der Schulter wieder in seine natürliche Position gerichtet werden muss.