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Schultergelenksarthrose

Gute Therapie macht Prothese oft vermeidbar

Tritt eine Arthrose im Schultergelenk auf, spricht der Mediziner von der Omarthrose oder Schultergelenksarthrose. Wie alle Arthrosearten liegt der degenerativen Erkrankung ein Verschleiß zu Grunde, der altersbedingt oder durch chronische Über- und Fehlbelastung entstehen kann. Auch eine erbliche Veranlagung für Arthrose wird durch familiär gehäuft auftretende Fälle vermutet, gilt jedoch nicht als uneingeschränkt wissenschaftlich gesichert. Die Schmerzen und die Unbeweglichkeit durch die Arthrose im Schultergelenk schien man lange Zeit als nur mit einer Prothese korrigieren zu können. Heute bieten sich jedoch moderne Behandlungsoptionen, welche den Einsatz einer Prothese vermeidbar machen oder den Bedarf zumindest rauszögern lassen.

Wie alle Arten der Arthrose gilt die Erkrankung bis heute als nicht heilbar und kann nur durch frühzeitige Prävention und Behandlung im Verlauf gemildert werden. Gelenkschonende Arbeitstechniken, die Schonung von Gelenken nach Verletzungen und das präventive Training von gesunden Bewegungsabläufen ermöglichen eine gute Vorbeugung und sorgen für den Erhalt der Beweglichkeit – oft bis in das hohe Alter.

Was ist eine Schultergelenksarthrose?

Bei der Omarthrose (Schulter-Arthrose) entstehen schmerzhafte Beschwerden und Bewegungseinschränkungen durch Verschleiß im Gewebe des Schultergelenkes. In erster Linie betrifft der Verschleiß den spröde werdenden Knorpel, langfristig werden ohne Behandlung aber auch Knochen und umliegende Gewebeteile angegriffen sowie umliegendes Gewebe geschädigt. Die Omarthrose ist mit 1-2 % der Arthrosen sehr selten und birgt weniger Beschwerden als beispielsweise eine Arthrose im Knie oder in der Hüfte. Mitunter zeigt sich die Schultergelenksarthrose auch lediglich durch eingeschränkte Bewegungsabläufe, die keine oder nur belastungsbedingte Schmerzen verursachen. Dies ist vor allem auf das vergleichsweise geringe Gewicht zurückzuführen, welches das Schultergelenk unter normalen Umständen bewältigen muss. Das liegt daran, dass das Schultergelenk von Haus aus, durch den Armzug entlastet wird.

Die Arthrose des Schultergelenkes sollte nicht mit der Schultereckgelenkarthrose verwechselt werden, die auch als ACG-Arthrose bezeichnet wird. Während die Omarthrose zwischen Schulterblatt und Oberarm-Knochen entsteht, liegt die Basis der ACG-Arthrose zwischen dem Schlüsselbein, dem Schulterblatt und dem Akromio-Klavikular-Gelenk. Bei ihr werden Schmerzen ausgelöst, wenn der Patient die Schultern hochzieht, beispielsweise bei einem Schulterzucken. Die ACG-Arthrose zählt zu den häufigen Arthroseformen bei Männern über 50 Jahre und basiert nahezu ausschließlich auf ehemaligen Verletzungen der Schulter, die bei Männern im Vergleich zu Frauen bis zu 10 mal häufiger vorkommen. Die ACG-Arthrose erzeugt jedoch nicht immer Beschwerden und wird erst als Zufallsdiagnose bei einem Röntgenbild entdeckt.