Schulter - Erkrankungen - Orthopädie Zentrum München Ost - Banner

Schultersteife

Frozen Shoulder als Marathon unter den Schultertherapien

Mit einem schleichenden Beginn zeigen sich bei der Schultersteife, auch „Frozen Shoulder“ genannt, eine Verschlechterung der Beweglichkeit im Schultergelenk. Häufig zeigt sich zunächst ein Anlaufschmerz am Morgen, das Problem, nicht mehr ohne Schmerzen auf der betroffenen Schulter liegen zu können oder Einschränkungen beim Heben und Drehen der Arme. Spätere Stadien der Schultersteife können bis hin zu vollständiger Steifheit der Schulter und starken Schmerzen reichen. Diese Belastung schränkt nicht nur die Lebensqualität und die Mobilität ein, sondern kann weiterführende Erkrankungen und degenerative Schäden in den Gelenken nach sich ziehen.

Die Schultersteife gilt dabei nicht nur als Symptom, sondern als eigenständige Erkrankung. Um Beweglichkeitsstörungen der Schulter aufgrund einer Schultersteife von anderen Verletzungen und Erkrankungen abzugrenzen ist eine umfassende Untersuchung bei einem versierten Facharzt die beste Option.

Was ist eine Frozen Shoulder oder Schultersteife?

Als Frozen Shoulder, Schultersteife oder auch Periarthropathie wird eine eigenständige Erkrankung bezeichnet, bei der Verletzungen und / oder Entzündungen im Schultergelenk das Gewebe der Gelenkkapsel schädigen. In der Folge kommt es zunächst zu einer Verdickung des Kapselgewebes, im Nachgang zu einem Schrumpfen der Gelenkkapsel. Beides schränkt die Gelenkbewegung nachhaltig ein, weshalb die Schulter steif und unbeweglich wird.

Die Schulter gilt als das Gelenk mit dem umfassendsten Bewegungsumfang im menschlichen Körper. Die Schulterkapsel muss bei einem gesunden Menschen daher in jede Richtung flexibel beweglich sein. Bei der Schultersteife zeigt sich somit eine deutliche Bewegungseinschränkung, die trotz vielfältiger Möglichkeiten für Ausgleichsbewegungen die Mobilität der Arme und die Handlungsfähigkeit eines Menschen mit den Armen beeinträchtigt.

Ursachen: Wie entsteht eine Schultersteife?

Man unterscheidet die primäre und sekundäre Schultersteife. Beide Arten der Schultersteife ähneln sich in den Hintergründen und Auswirkungen während der Erkrankung, variieren jedoch in der Ausgangssituation als Ersterkrankung (primär) oder Folgeerkrankung (sekundär).

Die primäre Schultersteife beginnt mit einer unspezifischen Entzündung der Gelenkschleimhaut, deren Ursache in den meisten Fällen nicht bekannt ist. Greift die Entzündung die Gelenkkapsel an, kommt es zu einer Kapselverdickung und Schrumpfung der Schulterkapsel, durch die die Beweglichkeit der Schulter eingeschränkt wird. Der Mediziner spricht dann auch von einer idiopathischen Erkrankung. Diabetiker und Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen sind dabei häufiger betroffen als Menschen ohne Stoffwechselerkrankungen. Aber auch direkt im Anschluss an große Operationen kann eine spontane Schultersteife als Primärerkrankung auftreten.

Die viel seltenere sekundäre Schultersteife ist zumeist die Folge einer nicht sachgemäßen Nachbehandlung des Gelenkes nach einer Operation oder einer Verletzung. Durch eine vermehrte Vernarbung entsteht einer Schrumpfung der Gelenkkapsel, die eine Bewegungseinschränkung mit sich bringt. Beispielursachen für eine sekundäre Schultersteife können Entzündungen im Schultergelenk, ein Defekt der Rotatorenmanschette oder ein Impingement sein. Die Schultersteife entsteht erst im Anschluss an die primäre erkrankung, weshalb sie als „sekundäre Schultersteife“ bezeichnet wird.