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Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Was versteht man unter einer Kalkschulter?

Plötzlich auftretende, stechende Schulterschmerzen, die beim Anheben des Armes stärker werden, können ein erster Hinweis auf eine sogenannte Kalkschulter sein. Unbehandelt kann diese Erkrankung den Betroffenen erhebliche Problemen bereiten und selbst im Ruhezustand den Schlaf rauben. Die Beweglichkeit der Schulter wird eingeschränkt und die Schmerzen verstärken sich mit Entzündungen, die das angeschlagene Schultergelenk zusätzlich schädigen.

Die Ursachen einer Kalkschulter sind noch weitestgehend ungeklärt, werden jedoch vermutlich durch eine Minderdurchblutung der Sehnen mit verursacht. Die Diagnose erfolgt über eingängige Untersuchungen der Symptome, Ultraschall, Röntgen und / oder Magnetresonanztomographie (MRT). Die Behandlung wird zumeist mehrstufig über die Symptome und die Linderung von Begleiterkrankungen behandelt, um in Anschluss mit geeigneten Maßnahmen die Beweglichkeit der Schulter wieder herzustellen. Mit einer guten Therapie kann die Kalkschulter gezielt behandelt werden – in den meisten Fällen sogar ohne Operation.

Symptome der Kalkschulter

Die Erkrankung entwickelt sich phasenweise, die Schmerzen entstehen schleichend. Bei Drehbewegungen oder Heben der Arme werden oftmals die ersten Beschwerden in Form von einschießenden Schmerzen bemerkt. Wenn die Kalkdepots größer werden, sind auch die Schmerzen immer länger vorhanden.

Folgende Symptome sind typisch:

  • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
  • Schmerzen bei Belastung
  • grundlos einschießende Schulterschmerzen
  • Schmerzen beim seitlichen Heben der Arme

Zu Beginn der Erkrankung wandelt sich das Sehnengewebe zu Faserknorpel um. Hier sind noch fast keine Schmerzen spürbar. In der nächsten Phase kommt es zum Absterben des Knorpelgewebes und Kalkablagerungen. Diese Ablagerungen können dazu führen, dass die Schultersehne aufgeworfen wird. Dann kommt es beim Heben der Arme zu einer Enge im Schulterdach.

Dieses Phänomen ist als Impingement bekannt. Es kommt zu Reizungen der Sehnen und des Schleimbeutels. Der Kalk wird schließlich vom Körper wieder abgebaut, was zu einer entzündlichen Reaktion führt. Wenn sich Kalkherde bis zum Schulterdach ausdehnen, kann auch eine Schleimbeutelentzündung folgen.