Minimal-invasive Techniken

Minimal-invasive Techniken sind Techniken, wo die eigentliche Prozedur durch Punktion bzw. mit Hilfe von Nadeln durchgeführt wird. Es wird also nicht „geschnitten“ wie bei der klassischen Chirurgie. Mit Hilfe dieser Nadel- bzw. Punktionstechnik können Medikamente mit hoher Präzision an den Ort ihrer Wirkung gebracht bzw. Schmerzen verursachende Nerven verödet, aber auch Bandscheibengewebe entfernt und sogar Stabilisierungsoperationen durchgeführt werden. Es verbleiben keine oder nur kleine Narben. Viele dieser Eingriffe können ambulant durchgeführt werden. Der Patient wird so schnell wieder voll leistungsfähig.

Minimalinvasive Technicken

Periradikuläre Therapie (PRT)

Ziel der PRT ist es, die infolge eines Bandscheibenvorfalls gedrückte und gereizte Nervenwurzel zu entlasten. Mit Hilfe eines Bildwandlers werden die schmerzenden Nervenstrukturen punktgenau durchflutet und somit beruhigt.

Facetteninfiltration

Die Facetteninfiltration ist eine gezielte Medikamenteneinspritzung zur sanften Ausschaltung der Schmerzursachen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke mit gleichzeitig entzündungshemmender Wirkung.

OZMO-TV: Dr. Sauer: Facetteninfiltration im OZMO - Orthopädie Zentrum München Ost

Thermokoagulation

Verhilft die Facetteninfiltration nicht zu einer anhaltenden Besserung, kommt das minimalinvasive Verfahren der Thermokoagulation zum Einsatz. Mittels Strom und Wärme wird der Nerv verödet und die Beschwerden werden lokal ausgeschaltet.

Nukleoplastie

Das innovative Verfahren zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen ganz ohne offene Operation. Durch neu entwickelte Hochfrequenzwellen (Coblation-Technik) werden überschüssige beschädigte Bandscheibenanteile biologisch abtransportiert und die Heilung der Bandscheibe wird biologisch angeregt. Die Behandlung ist einfach, schnell, wirkungsvoll und besonders gewebeschonend.

Hydro Hydrogel-Implantat NukleoFixTM

Leichte chronische Rückenschmerzen erscheinen häufig in Verbindung mit einer Degeneration der Bandscheibe. Dieser Verschleiß ist oft zurückzuführen auf die mit den Jahren abnehmende Fähigkeit Wasser zu speichern, was dazu führt, dass der gelartige Kern im Inneren der Bandscheibe austrocknet und dessen Pufferfunktion sich dadurch verschlechtert. Dies lässt sich vergleichen mit einer vollwässrigen Traube, die zur Rosine trocknet. Die damit verbunden fehlenden Federungseffeke führen häufig zum Beginn einer Stenose.

Genau hier ist die Nucleofix–Behandlung (Hydrogel Implantat) sinnvoll:

Das ist ein Biologisches Verfahren zur Behandlung von Bandscheibenschäden. Ein Hydrolgelkissen hilft Verschleißerscheinungen entgegenzuwirken, indem es die Wasseraufnahme und Speicherung verbessert und sich positiv auf den pH-Wert des Gel Kerns der Bandscheibe auswirkt. Die Rosine wird quasi „gewässert“.

Art und Dauer

Diese neuartige Methode des Hydrogels (NucleoFixTM) kann ambulant durchgeführt werden. Das Hydrogel wird mit Hilfe einer Kanüle injiziert und ermöglicht dem Patienten durch seine schnelle Wirksamkeit sich am Folgetag wieder frei zu bewegen. Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht nötig.

Bild unten: Ist der gelartige Kern der Bandscheibe intakt, gleicht er einer Traube. Der degenerierte Zustand hingegen gleicht der einer ausgetrockneten Rosine.

Vergleich Bandscheibe intakt und degeneriert