Minimalinvasiver Eingriff hilft bei anhaltenden tiefsitzenden Kreuzschmerzen

Gute Nachricht für Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, die über den gesamten Kreuz- und Gesäßbereich ausstrahlen. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um sogenannte ISG-Schmerzen (= Iliosakralgelenk-Schmerzen) hervorgerufen durch z.B. ISG-Arthrose und chronisch lumbale Rückenschmerzen oder um postoperative Beschwerden von vorherigen Operationen, die durch konservative Behandlungsmethoden oder Einnahme entzündungshemmender Medikamente nicht in den Griff zu bekommen sind.

Minimalinvasiver Eingriff bei Kreuzschmerzen

Genau hier hilft der Einsatz der sogenannten „Schlüsselloch“-Chirurgie, bei der über einen kleinen Hautschnitt ein Endoskop bis an die Facettengelenke bzw. die Nerven eingeführt wird. Unter Sichtkontrolle durch die Minikamera am Endoskop kann der Chirurg dann die minimalinvasive Schmerztherapie durchführen. In der Regel wird er die schmerzleitenden Nervenfasern entweder mit schmerzstillenden Medikamenten direkt umspülen oder komplett mit Radiofrequenzstrom veröden.

Der gesamte Eingriff dauert ca. 45 Minuten und wird mit einem 3 tägigen stationären Klinikaufenthalt geplant.

Dr. med. Samer Ismail im WZMO (Wirbelsäulenzentrum München Ost) ist Facharzt für Neurochirurgie, führt diesen Eingriff in der Isarklinik München durch und berät Sie gerne in seiner Sprechstunde.